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Herkunft & Qualität

Erfahren Sie, woher der von der IBI gelieferte Strom stammt und wie sich der Strommix zusammensetzt.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Transparente Stromherkunft

  • Jährliche Stromkennzeichnung

  • Geförderter Strom

  • Eigene Produktionsanlagen

Stromherkunft und Strommix

Mit dem Strommix bzw. der Stromdeklaration erhalten Sie die notwendige Transparenz über die Herkunft und Produktionsart der gelieferten elektrischen Energie.


Der detaillierte Strommix erfolgt jeweils rückwirkend, basierend auf den Daten des vorangegangenen Kalenderjahres.

Strommix für das Bezugsjahr 2025

Totalaus der Schweiz
Erneuerbare Energien87.0 %53.0 %
Wasserkraft74.0 %40.0 %
Übrige erneuerbare Energien7.0 %7.0 %
Sonnenenergie7.0 %7.0 %
Windenergie0.0 %0.0 %
Biomasse0.0 %0.0 %
Geothermie0.0 %0.0 %
Geförderter Strom 1)6.0 %6.0 %
Nicht erneuerbare Energien13.0 %13.0 %
Kernenergie13.0 %13.0 %
Fossile Energieträger0.0 %0.0 %
• Erdöl0.0 %0.0 %
• Erdgas0.0 %0.0 %
• Kohle0.0 %0.0 %
• Siedlungsabfälle0.0 %0.0 %
Total100.0 %66.0 %

1) 52.3 % Wasserkraft, 17.9 % Sonnenenergie, 4.2 % Windenergie, 21.6 % Biomasse, 4.0 % Siedlungsabfälle erneuerbar, 0 % Geothermie (Quelle: Bundesamt für Energie BfE)

Geförderter Strom

Mit dem Netzzuschlag auf den Strompreis unterstützen Stromkundinnen und Stromkunden in der Schweiz die Förderung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien. Dadurch werden Anlagen unterstützt, die Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugen.

Im Jahr 2025:

  • 3'194'321'119 kWh geförderter Strom

  • Anteil am Schweizer Strommix:

  • 6,0 %

Quelle: Bundesamt für Energie (BFE).

Unsere Produktionsanlagen

Rund 20% des von der IBI gelieferten Stroms stammt aus einheimischen Produktionsanlagen. Dazu gehören Wasserkraftwerke und Photovoltaikanlagen auf dem Bödeli und im Saxettal. Sie alle produzieren erneuerbaren Wasser- oder Solarstrom.

Wasserkraft

Trinkwasserturbinierung

1. Kraftwerk Geissbrunnen


Das Kraftwerk Geissbrunnen befindet sich westlich des Dorfes Saxeten. Die Trinkwasserquellen der Alp Nessleren speisen das Reservoir Stalden, von welchem aus eine 1'300m lange Druckleitung das Wasser zur Turbinenanlage Geissbrunnen führt.

Geissbrunnen ist die Erste von zwei Turbinierungsstufen. Von hier wird das Wasser in das Reservoir Lybuechen und anschliessend zum Kraftwerk Kammri geleitet.


Energieproduktion1,8 Mio kWh
Turbine2-düsige Pelton-Turbinen, Ø 800 mm, von Sulzer Hydro AG
Inbetriebnahme1998
GeneratorenSynchron von Hitzinger
Leistung470 kW
Spannung400 V
Drehzahl1'000 U/min

Wasserverhältnisse

Wassermenge230 l/s
Höhendifferenz245 m

2. Kraftwerk Kammri


Die Kraftwerk Kammri befindet sich nur wenige Gehminuten oberhalb Wilderswil. Nach dem Kraftwerk Geissbrunnen wird das gesamte Trinkwasser in das Reservoir Lybueche überführt und von dort in einer zweiten Stufe in der Zentrale Kammri turbiniert.


Energieproduktion3,9 Mio. kWh
TypTrinkwasserkraftwerk
Turbine3-düsige Pelton-Turbine, Ø 500, von Sulzer Hydro AG
Inbetriebnahme1998
GeneratorenHitzinger; Synchron 970 kVA
Leistung822 kW
Spannung400 V
Drehzahl1'500 U/min
Trafo1'000 kVA

Wasserverhältnisse

Wassermenge250 l/s
Höhendifferenz385 m

3. Wehranlage mit Dotierkraftwerk Gurben


Zur Stauung des Oberwassers in der Aare wurde 1996 eine neue Wehranlage mit drei grossen Schleusenöffnungen und automatischer Steuerung gebaut. Die Wehranlage ersetzte das im Jahr 1932 erbaute Dachwehr. Anschliessend an die Wehranlage wurde im Jahr 1997 das heutige Dotierkraftwerk fertiggestellt. Die Anlage mit integrierter Fischtreppe erfüllt höchste Umweltstandards.


Energieproduktion0.8 Mio kWh
TurbineKaplan-Rohrturbine von Hydro Vevey SA
Inbetriebnahme1997
GeneratorenAsynchron von Hitzinger
Leistung208 kW
Spannung400 V
Drehzahl600 U/min
Drehzahl1'500 U/min

Wasserverhältnisse

Wassermenge4 - 13 m3/s
Nettogefälle2,05 Meter
Abfluss Aare4 - 210 m3/s

4. Kraftwerk am Schifffahrtskanal mit Überschusstrinkwasserkraftwerk


1892 legten erste Dampfschiffe in Interlaken an. Sie erreichten den heutigen Bahnhof Interlaken West vom Thunersee her über den neu gebauten Schifffahrtskanal. Ab 1894 nutzte man den Niveauunterschied zwischen Aare und Kanal für den Betrieb des Wasserkraftwerks. Bereits 1924 baute man das Wasserkraftwerk zum ersten Mal um. Die damals neu installierten Turbinen, eine davon steht direkt vor dir, blieben ganze 96 Jahre lang in Betrieb. 2022 wurde das Kraftwerk komplett erneuert.


TypFlusskraftwerk mit 3 Kaplanturbinen
Inbetriebnahme1894
Umbau1924 und 2022
Turbinen3 Kaplanturbinen von Troyer AG
GeneratorenSynchron von Hitzinger
Leistung1000 kVA (900 kW)
Jahresproduktion7 Mio. kWh
Spannung400 V
Drehzahl200 U/min

Wasserverhältnisse

Wassermenge33 m3/s max.
Nettogefälle3,6 Meter
Abfluss Aare4 - 210 m3/s

Überschusstrinkwasserkraftwerk (integriert)

Jahresproduktion140'000 kWh (mind. 100'000 kWh)
Inbetriebnahme2018
Turbinevertikale Pelton
GeneratorAsynchron von AEG
Leistung30 kW
Spannung400 V
Drehzahl750 U/min

Überschusstrinkwasserkraftwerk
Überschusstrinkwasserkraftwerk

Das IBI-Laufkraftwerk (Produktion: meraner-hauser.com)

5. Kraftwerk Stedtli

Das Laufkraftwerk Stedtli gehörte einst zur Parquet- und Chaletfabrik. Das Kraftwerk liegt mitten im Stedtli-Zentrum Unterseen und wird vom Gewerbekanal gespeist, der unterhalb der grossen Staatsschleuse von der Aare abzweigt. Im Januar 2022 übernahm die IBI das Kraftwerk von der Schärz Immobilien AG.


Energieproduktion0.7 Mio kWh
TurbineFrancis, vertikalachsig, mit Getriebe
Inbetriebnahme / Umbau1910 / 2008
GeneratorenAsynchron
Leistung2 x 60 kW

Wasserverhältnisse

Wassermenge12 m3/s
Nettogefälle1,5 - 2,0 Meter

Photovoltaik-Anlagen

6. Seestrasse Unterseen


Leistung352 kWp
Jahresproduktion320'000 kWh
Anzahl Panels820
Kollektorfläche1'600 m2
Inbetriebnahme2024

7. Sekundarschule Unterseen

Auf dem Sekundarschulhaus Interlaken produziert die IBI seit 1992 Solarstrom. Die Photovoltaikanlage mit 9 kW Leistung wurde 2016 komplett ersetzt und die neue Anlage im Januar 2017 in Betrieb genommen.


Leistung15,66 kWp
Jahresproduktion20'000 kWh
Anzahl Panels54
Kollektorfläche88,6 m2
Inbetriebnahme1992

8. Solargemeinschaft Pferdesportcenter Matten

Mit dem Bau der PV-Anlage auf dem Pferdesportcenter Matten realisierte die IBI die erste Solargemeinschaft auf dem Bödeli. Kund*innen aus dem IBI-Versorgungsgebiet sind während 20 Jahren an dieser Anlage beteiligt.


Leistung max.577 kWp
Jahresproduktion463'000 kWh
Kollektorfläche2'200 m2
Baujahr2023

9. Feuerwehrmagazin Interlaken

Durch die Zusammenarbeit der Feuerwehr Bödeli und der IBI entstand 2016 die Idee, auf dem Dach des Feuerwehrmagazins eine Photovoltaikanlage zu bauen. Im November 2017 produzierte die Anlage die ersten Kilowattstunden Solarstrom.


Leistung max.122 kWp
Jahresproduktion max.122'000 kWh
Anzahl Panels452
Kollektorfläche740 m2
Baujahr2017

10. Clubgebäude FCI Interlaken

Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen der IBI und dem Fussballclub Interlaken entstand die Photovoltaikanlage auf dem Clubhaus des FCI. Die Anlage produziert Strom für rund 24 Haushalte.


Leistung max.125 kWp
Jahresproduktion max.120'000 kWh
Anzahl Panels290
Kollektorfläche562 m2
Baujahr2023